Wie KI Politik verändert

Termin
04.02.2026
Ort
Westspitze Tübingen, 6. OG

Worum es geht

Welche Rolle spielen Deepfakes, automatisierte Kampagnen und KI-generierte Stimmen in der politischen Öffentlichkeit? Mundhenke zeigt, wie er in seinem Kunstprojekt „Bundestagswahl.AI“ diverse Sprach- und Bildmodelle der KI nutzt, um politische Kommunikation zu stimulieren. Seine Idee: So schaffen wir einen niedrigschwelligen und attraktiven Zugang für alle Bevölkerungsgruppen, um sich für demokratische Wahlen und die Aussagen der Parteien zu interessieren.

Die Resonanz ist seitdem enorm – Medien und Bildungsträger haben das Thema aufgegriffen, eine Abdruckanfrage durch den Schulbuchverlag Cornelsen und die Entwicklung der Plattform parlament.ai zeigen, wie schnell Vision zu Realität wird. Neben der Vorstellung des Projekts zieht Mundhenke historische und internationale Linien: von den Bildstrategien der Roten Armee über die Ästhetik des Fernsehens bis hin zu heutigen Social-Media- Propagandatechniken – in Deutschland ebenso wie in Brasilien, Indien, den USA oder Rumänien.

„Wir erleben gerade, wie KI die Grenzen zwischen Realität und Inszenierung auflöst – und damit die Grundlagen demokratischer Meinungsbildung berührt“, sagt Mundhenke. „Wer versteht, wie leicht Sprache, Bilder und Emotionen manipulierbar geworden sind, kann gesellschaftlich Verantwortung übernehmen.“ Der Vortrag beleuchtet schließlich auch die gegenwärtige Nutzung von KI in politischen Kontexten – von Kampagnen der AfD mit Bezug zu russischen Strategien bis hin zu experimentellen Ansätzen im linken Spektrum. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Medienkompetenz, politische Bildung und digitale Ethik interessieren. Insbesondere möchten wir die junge Generation hiermit ansprechen.

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